Haro Architects | Elderly Home

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WOHN- und pflegeheim pitztal  Wettbewerb.                                                  

Austria / Tyrol

Städtebau:

Drei Hauptblickrichtungen: ins obere Inntal, ins Unterinntal und ins Pitztal zeichnen diesen besonderen Ort aus. In zwei Bauphasen soll ein umfangreiches Funktionsprogramm realisiert werden. Es gilt entsprechend der exponierten Lage und Funktion ein Gebäude mit überregionaler Wirkung zu entwickeln.

Idee:

Der Entwurf präsentiert sich als ringförmige Anlage. In den zwei Wohngeschossen werden die Zimmer nach den drei Hauptblickrichtungen orientiert und mittels innenliegendem Gang erschlossen. Darunter auf Eingangsniveau entsteht ein windgeschützter Innenhof. Mit der Blickorientierung Richtung Süden und Besonnung bis spät Nachmittags wird der Garten zum Lebensraum und Mittelpunkt der Anlage. Die Ringform erfüllt vor allem funktionelle Erfordernisse. Kurze Wege, Überschaubarkeit erleichtern den Ablauf, Identifikation und Gemeinschaftsgefühl entsteht. Der Innenhof wird zum Zentrum, die „Linde im Garten“ zum Treffpunkt. Die Form wird geometrisch durch 6 Kreisradien bestimmt. Durch Wegnahme von Geländemasse und Errichtung des Gebäudes, teils unter und auf dem Hügel wirkt das Gebäude relativ klein und fügt sich harmonisch in die Topographie ein.

Erschließung:

Die vorgefundene Wegführung auf den Hügel bleibt erhalten. Vorbei an der Garageneinfahrt und Warenanlieferung am tiefsten Punkt des Geländes führt die Zufahrt auf das Niveau des Innenhofes. Hier im Erdgeschoss betritt man das Pflegeheim.

Organisation:

Vorbei am Empfang wird der Blick gleich in den zentralen Garten geführt. Um ihn herum sind die Tagesbetreuung als separate Einrichtung im Westflügel und die Verwaltung im Osten angesiedelt. Einen exponierten Standort erhält die Funktionseinheit Mehrzweckraum /Café am südöstlichen Ende des Hofes mit einem herrlichen Blick ins Pitztal. Die Pflegezimmer im 1. und 2. OG sind in drei Einheiten ringförmig über dem Innenhof angelegt. Dazwischen liegen Stiegenhaus und Wohnbereiche mit Zugang zur Terrasse. Ihre exponierte Lage bietet einen rundum Blick in die weite Landschaft. Das Untergeschoss ist lediglich durch die Einfahrt in die Tiefgarage und die Fenster für die Arbeitsräume erkennbar. Im Zentrum wird durch gewachsenen Boden eine intensive Bepflanzung und des Gartens ermöglicht.

Fassade, Materialien:

Der Gebäude wird als Betonstützenkonstruktion konzipiert. Umlaufende Balkone werden als leichte Holzkonstruktion vor die Zimmerfassade gehängt. Holz – Falltläden sorgen für den konstruktiven Sonnenschutz und beleben die Fassade durch individuelle Bedienung.

Erweiterung:

Auf dem bestehenden Flachdach, über dem 2. OG kann im Falle ein weiteres Geschoss errichtet werden. Da das Stiegenhaus und der Aufzug dafür bereits in der ersten Bauphase hergestellt werden, stellen die Baumaßnahmen keine Beeinträchtigung für den laufenden Betrieb des Pflegeheims dar. Als Konstruktion werden vorgefertigte Holztafelelemente eingesetzt.


2010