Haro Architects | Elderly home

Elderly home

Städtebau:

Am südlichen Rand der Gemeinde, an sehr prominenter Stelle über dem Tal, wird das Alten- und Pflegeheim Mariapfarr errichtet. Die Anlage gliedert sich in zwei Baublöcke mit Verbindungstrakt, die sich in ihrer Größe, Ausrichtung und Form behutsam in die Umgebung einfügen. Die Größe ist mit dem ehemaligen Seniorenwohnheim vergleichbar.

Gestaltung:

Durch Abweichen vom einem streng rechteckwinkeligen Grundriss und Verzicht auf sichtbare Dachkonstruktionselemente wird der Typus „Satteldachhaus“ neu interpretiert. Es entsteht eine Architektur die sich moderner Gestaltungsmethoden bedient, gleichzeitig aber auch sehr zeitlos wirkt.

Das unterschiedliches Anordnen und Kombinieren eines Fenstertypus schafft sehr frei gestaltete Fassaden. Die Fassaden wirken lebendig, als erzählen sie Geschichten…, wie ihre Bewohner.

Organisation:

Das Zentrum bildet der Verbindungstrakt mit dem Gemeinschaftsbereich. Der schlanke Bauteil versteht sich als Brücke zwischen den Gebäuden und den Bewohnern.

Große Fenster, hohe Transparenz bringen Sonne und Natur ins Gebäude.

An den Anschlusspunkten zu den Wohntrakten werden die Erschließungskerne und Sonderfunktion, wie z.B. der Schwesternstützpunkt angesiedelt. Dies erleichtert die Kontrolle und schafft kurze Wege.

Entlang zentraler Gänge werden die Zimmer werden konsequent, Richtung Ost und West angeordnet. Hierarchie wird vermieden. Kleine Vorbereiche vor den Zimmertüren, farblich unterschiedlich gestaltet, schafft Identifikation mit dem Zuhause.

Konstruktion, Materialien, Fassade:

Als Konstruktion wird ein Skelettbau mit massiven Stahlbetongeschossplatten gewählt. In der Betonstruktur werden Holzfassadenelementen eingehängt. Die Vorfertigung im Werk sichert den raschen Baufortschritt, der biologischer Aufbau einen Beitrag zu Raumklima und Nachhaltigkeit.

Die hinterlüftete Lärchenholzfassade hat eine hohe Lebensdauer und keine Instandhaltungkosten. Die Fassade patiniert mit der Zeit und setzt einen Kontrapunkt zu den weißen Putzfassaden der nördlichen Nachbargebäude.

 

 

 

 


2010