Haro Architects | Housing Ginzkeyplatz

Housing Ginzkeyplatz

Wettbewerb.

Die „Großform“ als städtebauliche Antwort.

Derzeit diverse Strukturen und Maßstäbe: Kaufhäuser wie Leiner, Mediamarkt, …Parkplätze, Einfamilienhäuser. Chance, belebte, städtebauliche Räume zu schaffen.

Ginzkyplatz wird zum Platz:  60m Geschäftsfassade für das Gartencenter Leiner. Der Green Tower als neue Marke. Ein weiteres, bereicherndes Element am Platz: Der auskragende Wohnriegel. Er weist auf die dahinterliegende Anlage. Mit seinem Verlauf von Süd nach Nord definiert er großzügige Stadträume: Über der EG-Geschäftszone entsteht die Hofterrasse. Mit Idealorientierung und dem erhöhten Niveau entstehen Blickbeziehungen ins Gebirge und zum Naherholungsgebiet Hellbrunnerallee im Westen. Die Terrasse, Piazza, bietet Lebensraum, Spielplatz für kleinere Kinder, Terrassencafé und erhält Lichtfänger für das Geschäft darunter. Erreicht wird die Terrasse über die großzügige Stiegen und Rampenanlage. Hier, an der NW-Kante des  Realisierungsteiles, artikuliert sich die Anlage deutlich nach Westen. Der Platz mit seiner Höhenentwicklung fängt die Nachmittagssonne ein. Ein Ort zum Verweilen.

Mit der Umsetzung des Städtebauteiles entsteht ein weiterer klardefinierter Außenraum: Gegensätzlich zum urbanen Charakter des Realisierungsreich, entsteht fern vom Verkehrsfluss der Alpenstraße ein Erholungsraum im „Grünen“. Der neue, eigene Garten verbindet sich mit dem vorhandene Park und Spielplatz in NO und dem neuen Spielgarten des Kindergartens. Auf der Grundfläche des ehemaligen Kindergartens wird der schon bestehende Baumbestand verdichtet. Es entsteht ein kleines, der öffentlich zugängliches Wäldchen, als Kontrapunkt und als Abschirmung zur ansässigen Firma Wieberg im Osten.

Die Gewerbeflächen werden direkt dem Ginzkeyplatz und der Firma Leiner zugeordnet.  Im städtebaulichen Teil, an der Jakob-Auer-Straße entsteht eine 150m lange Geschäftsfassade. Das Straßenprofil wird so komplettiert. Dem vorhandenen Gewerbe (MediaMarkt, Hofer, .. ) wird wieder Gewerbe zugeordnet. Eine Baumreihe auf einem 5m breiter Grünstreifen erhöht die Qualität des Straßenraumes. Nach Bedarf können Parkplätze geschaffen werden.

Der Wohnbau: Vertikale Erschließungskerne der 3-Spänner, aufs Minimum reduziert, werden durch Lufträume über alle Geschoße bereichert.  Durch die Situierung der Sanitärzellen im Inneren, wird hohe Flexibilität erreicht. Wohnungen mit identer Außenkontur können unterschiedlich aufgeteilt werden. Wohn- und Schlafzimmer sind sowohl nach Westen, als auch nach Osten orientierbar.

An der Westfassade werden allen Wohnungen Balkone zugeordnet. Der lange Baukörper wird dadurch aufgelockert, belebt und dynamisiert. Durch unterschiedliche Balkonlängen entstehen außerhalb der Fassade 2- und 3-fache Raumhöhen, die im „Fassadenraum“ individuelle Blickbeziehungen entstehen lassen. Als ökologisch und energetisch sinnvolle Maßnahme, wird am Dach, uneinsichtige eine Photovoltaikanlage mit Südausrichtung installiert.

Beschreibung zur Erreichung der LEK-Werte

Hüllfläche Dach                     3.719,45 m²

Hüllfläche Wand                    4.309,75 m²

Hüllfläche Gesamt                 8.029,20 m²
Als wichtigste Maßnahme für die LEK-Werte, werden die Gebäudemassen so kompakt wie möglich ausgeführt. Das Verhältnis Oberfläche zu Volumen ist für die geplanten Funktionen optimal gelöst. Alle Wand- und Dachflächen erhalten eine hohe Wärmedämmung. Die Balkone werden mit Isokörben ausgeführt. Auf den Dächern werden Photovoltaikanlegen und Kollektoren vorgesehen. Sämtliche Bauteile entsprechen dem heutigen Standard. Die Fenster haben eine durchschnittliche Größe (geringer Wärmeverlust).


2009