Haro Architects | HTL Goethestrasse, Linz

HTL Goethestrasse, Linz

HTL  GOETHESTRASSE  LINZ                                                                                                              

Städtebau:

Das Quartier in dem sich die HTL Linz befindet, gehört zu den am dichtesten bebauten Flächen der Stadt. Der Standort der Erweiterung liegt im  Innenhof einer historischen Hofbebauung. Die Zufahrt von der Humboldtstraße erschließt die HTL hofseitig.

Der Erweiterungsbau ist ein kompakter Quader, in der Mitte des Innenhofes. Die Abstände sind auf drei Seite gleich groß. Zum bestehenden Hauptgebäude der HTL ist der Abstand am geringsten. Der Raum im Innenhof wird dadurch harmonisch gegliedert und gleichzeitig die Zugehörigkeit zur HTL bestimmt.

Der neue Baukörper mit einer Höhe von 14 m, ist wesentlich niedriger als die umgrenzende Hofbebauung mit einer durchschnittlichen Traufenhöhe von ca. 20-21 m und einer Firsthöhe von ca. 26 m.

Konzeptidee und Architektur:

Das neue Schulgebäude ist zur Hälfte von einer Wohnbebauung umgeben. Um eine direkte Einsicht in das Gebäude zu regulieren, wird der Baukörper durch Einschnitte / Innenhofe gegliedert. Großteil der Belichtung erfolgt über die Innenhöfe.

Das Gebäude erscheint in gewisser Weise introvertiert, ein direkter Blickkontakt aus den Klassen in die umliegende Wohnbebauung ist nicht möglich. Die abgerundeten Kanten und Ecken lassen den Quader kleiner erscheinen.

Die Architektur ist einen bewusster Gengensatz zur vorhandenen Bebauung. Der Bau wirkt wie eine große Skulptur im Innenhof.

 

Funktionalität und Erschließung:

Die Gebäudegröße wird durch den Turnsaal definiert. Im Untergeschoß ist die Turmhalle mit den notwendigen Nebenräumen. Im Erdgeschoß befinden sich der Luftraum der Turnhalle und eine Klasse. Über eine Längsachse werden in den oberen Geschossen die Räume erschlossen. Gangverbreiterungen auf beiden Seiten im Bereich der Einschnitte bilden Pausenflächen. Im 2. Obergeschoss wird über einen leichten Steg aus Glas der Neubau mit dem Bestand verbunden. Die Vertikalerschließung ist auf kürzesten Weg zu erreichen.

Energieeffizienz und Materialien:

Die Kompaktheit und Klarheit ermöglichen ein hohes Maß an Wirtschaftlichkeit bei der Errichtung und im Betrieb. Das statisch- und konstruktive System besteht im Bereich der Turnhalle aus Stahlbeton Außenwänden mit Trägern über die Turnhallenbreite. Das restliche Gebäude wird aus tragenden Wänden und Decken errichtet.

Die Fassade besteht aus Platten mit gerundeten Formstücken an den Kanten und Ecken (r=50cm).


2010