Haro Architects | Wettbewerb ehemaliges ASFINAG-ARIAL

Wettbewerb ehemaliges ASFINAG-ARIAL

Wettbewerb, Finalist

>>Freistehende Einzelbaukörper („Stadtvillen“), als „Wohnblumen“ bezeichnet. Um zentrale Erschließungskerne gruppieren sich Wohnungen, die durch ihre Variation individuelle Wohnsituationen entstehen lassen. Basis dafür ist ein Gebäudegrundtypus, dessen hohe Wohnqualität und Wirtschaftlichkeit auf folgenden beruht.<<

Die Tragstruktur besteht ausschließlich aus Außenwänden massiven Kern, hohe Flexibilität bei der Raumaufteilung entsteht. Jede Wohnung ist nach 3 Himmelrichtungen orientiert. Nassräume liegen direkt an den Erschließungskernen und sind darüber hinaus natürlich belichtet und belüftet. Wohnungseingänge sind mit Vorbereichen ausgestattet, die für höhere Privatsphäre sorgen. Bei 3 und 4 Zimmerwohnungen erzeugt ein Wandmöbel einen Verteilergang vor Schlafzimmern und Bad/Bäder. Balkone und Terrassen sind zweiseitig umschlossen und bieten Schutz vor Wind und Wetter. Von zwei Räumen begehbar bieten sie eine spürbare Erweiterung der Wohneinheiten nach außen. Schützt darüber vor sommerlicher Überwärmung. Die Reduktion der Fensterflächen zur Erreichung des Dichtebonus wirkt sich auf die Fassadengestaltung aus. Die Gebäude öffnen sich über das Spiel der Balkone.

Gewerbe – Kerngebiet:

Aufgrund der Erschließung, Gebäudetiefe, und Höhenentwicklung ist im Kerngebiet die Situierung entlang der Nord- Süd verlaufende Remisenwand ideal. Die mäandernden Konturen generieren sich aus wechselnder Flucht der Villenbebauung sowie aus der Notenwendigkeit ausreichender Belichtung von Westen. Dieses Spiel setzt sich frei in Variation der Geschosse fort. Rücksprünge und Auskragungen schaffen Terrassen wie überdachte Vorbereiche und stärken so die Verbindung mit dem Außenraum.

Bei einer Gebäudetiefe von 17,0m entstehen Flächen die unterschiedlicher Nutzung offen steht. Natürlich belichtete Raumtiefen von 7,0m dienen bei interner Erschließung und zweizeiliger Anlage als hochwertige Bürofläche.

Freie Geschossflächen und Transparenz durch die Stützenkonstruktion sorgen für flexible eine Bespielung des Gebäudes.

An der Feuermauer werden Erschließungskerne, Lager und Nassräume situiert.  Die Tragkonstruktion folgt logisch der Struktur der Tiefgarage und garantiert hohe Flexibilität bei der Organisation der Grundrisse.

Die Fassade ist als homogene Haut konzipiert. Vertikale Rippen in Serie unterstreichen über die Länge des Gebäudes. Die Gebäudestruktur bildet nicht nur Rückgrat der gesamten Bebauung sondern sorgt auch für einen Übergang zur Größenordnung der Remise.

Außenraum:

Als Portal zum Areal und gleichzeitig Treffpunkt funktioniert der zentrale Platz. An der Schnittstelle zwischen Wohnen und Gewerbe ergänzen sich unterschiedliche Funktionen und sorgen für reges Leben.

Ein großzügiger Boulevard führt entlang des Gewerbegebäudes als Begegnungszone“ für Fußgänger wie  PKWs. Räume und Plätze öffnen sich und werden zu zentralen Treffpunkten. Zwischen den Wohngebäuden führen schmale Wege hinzu den einzelnen Hauszugängen, der Charakter dieser Zwischenräume ist privater.

Wohnbau – Eigentum:

Am Südrand des Quartiers in privilegierter Lage ist der private Wohnbau angesiedelt. Die niedrige Bebauung der Nachbarschaft sichert hier herrlichen Ausblick und besonnte Privatgärten und Terrassen. Die Wohnungseingänge sind mit Vorbereichen ausgestattet, die für höhere Privatsphäre sorgen. Bei 3 und 4 Zimmerwohnungen erzeugt ein raumtrennendes Wandmöbel einen Verteilergang vor Schlafzimmern und Bad/Bäder. Hier ist ein Bad ist aus einem Schlafzimmer begehbar. Das Jugendzimmer mit eigenem angeschlossenem Bad ist durch Schrank vom Raumtrennmöbel vom Wohnraum separiert. Jeder Wohnung sind großzügige Gartenflächen, Terrassen, bzw. Balkone zugeordnet., gegen Wind und Wetter zweiseitig umschlossen.

Tiefgarage:

Gute Übersichtlichkeit wie kurze Wege zu den Erschließungskernen und sorgen für hohes Maß an Sicherheit.

Konstruktion, Materialien – Wohnbau:

Tragende Außenwände aus Mantelbeton/STB und massive Erschließungskerne aus Stahlbeton bilden die Tragstruktur. Stützenfreiheit schafft maximale Flexibilität. Die äußere Wirkung der Baukörper lebt vom Kontrast größer Putzflächen (VWDS+ Kratzputz) zu den an den Gebäudeecken konzentrierten Öffnungen. Hier manifestiert sich die Qualität des Ausbaues durch die Wahl der Materialien und Farbe von Geländer und Fenstern. Entsprechend einem patinierten Kupferton stehen  Metalloberflächen im Kontrast zum dezent changierenden Ton der Putzstruktur.

Schallschutz:

Durch die Konzeption der Bebauung wird umfassend auf die Situation der nahegelegenen Autobahn und die hohe Anforderung an den Schallschutz eingegangen. Durch die Vermeidung großer parallel gestellter Gebäudefronten, sowie die Gestaltung „rauer“ Oberflächen (vertikale Rippen an der Fassade der Gewerbebauteile)  wird einem Fortpflanzen von Schallreflektionen im Areal entgegengewirkt. Jeder Wohneinheit ist eine 2-seitig umschlossene  Terrasse, bzw. Balkon zugeordnet, welche idealen Schutz gegen Wind und Schall schützen.

Eines besonderen Schutzes bedarf der am nördlichen Rand positionierte Bauteil A.  Hier sind je 2 Schlafzimmern im 2., 3. und 4. Geschosses zu schützen. Dem Gebäude wird in Flucht der Nordfassade zur Abschirmung der Aufenthaltsräume eine Schallschutzfassade aus Glas vorgehängt.


2017