Haro Architects | Erweiterung Mozarteum

Erweiterung Mozarteum

ARCHITEKTURWETTBEWERB ERWEITERUNG STIFTUNG MOZARTEUM, SALZBURG

2° Preis

Es sind unterschiedliche Defizite im Stadtraum wie an der bestehenden Baustruktur festzustellen:
Aufgrund der bestehenden Bastei fehlt über die Länge von 500m eine fußläufige Verbindung
zwischen der Schwarzstraße und dem Mirabellgarten. Die bestehende Gebäudestruktur weist
aufgrund der unterschiedlichen Niveaus, seiner beengten Raumstrukturen und fehlender barriere-
freien Erschließung große Defizite auf.
Durch die Bereinigung des Hofes, dessen Überdecken in Form eines hängenden Segels als bau-
liche und funktionelle Verbindung werden die Potenziale des Ortes deutlich gemacht. Der bis-
herige Außenraum wird nun zum konditionierten Innenraum. Dank der historischen Fassaden
und der Ausblicke entsteht ein „Neues Foyer“ mit einmaliger Atmosphäre das direkt vom Großen
Saal wie auch über die neue zentrale Treppe mit Lift vom Wiener Saal erreicht ist.
Auf Niveau der Straße bietet die neue Passage die Wegverbindung zwischen der Schwarzstraße
und dem Mirabellgarten. Neben dem barrierefreien Zugang zu beiden Gebäuden und dem
Künstlereingang ist Dank der erhöhten Fußgängerfrequenz auch das Ticketoffice der Stiftung
untergebracht.
Erschließung und räumliche Verbindungen :
Das im Unterrichtstrakt befindliche neue Stiegenhaus mit Personenaufzug dient zur barrierefreien
Erschließung aller Geschosse. Über die Zwischenpodeste die auch mit dem Lifte befahren werden,
erreicht man alle Ebenen im „neuen Foyertrakt“. Darüber hinaus wird auch das interne Künstler-
Stiegenhaus neu adaptiert, das alle Ebenen erschließt.
Der Projektentwurf zeichnet sich durch die flexible Nutzung der beiden neugeschaffenen Säle aus.
Das Foyer, das sich mit seinen Terrassen großzügig Richtung Stadt und Bastei öffnet, fasst bei
Veranstaltungen bis zu 200 Personen. Die dafür notwendige Technik wird im Volumen über der
abgehängten Decke untergebracht. Dies ermöglicht vielfältige Nutzungen wie der Veranstaltung
von Präsentationen, Konzerten, Diners oder auch Bällen.
Der neue „Lilly-Lehmann-Saal“ über dem Foyer zeichnet sich durch seine einmaligen Ausblicke
Richtung Altstadt und dem Mirabellgarten aus. Mit den beiden Zugängen und der Erreichbarkeit
mittels Aufzug ist die Nutzung durch das Konzerthaus, die Universität genauso wie durch Dritte
möglich (Private Fördererveranstaltung). Darüber hinaus ermöglicht die Unterteilung mittels
flexibler Akustiktrennwände dessen Nutzung als Überäume durch die Universität, genauso wie für
Künstlergarderoben im Konzertbetrieb.


2018