Haro Architects | Feuerwehr Bad Hofgastein

Feuerwehr Bad Hofgastein

Wettbewerb 2.PRIZE

Konzept:

Das Gebäude präsentiert sich als starke, kompakte Geometrie. Als vertikale Marke von weitem erkennbar wird der Schlauchturm an vorderster Front an der NW-Ecke des Gebäudes errichtet.

Um die vorgegeben Struktur der Fahrzeughalle im NW organisieren sich ausschließlich an der SO- und SW- Seite alle weiteren Funktionen. Beide Bereiche sind in der Architektur des Gebäudes klar spürbar. Auf zweiter Ebene entsteht hierfür eine Zäsur, bzw. ein Einschnitt in das Gebäude. Das Schaffen einer Außenterrasse bringt vielschichtige Vorteile und organisiert praktisch das Gebäude mit seinen unterschiedlichen Funktionen. Sie trennt klar den privaten Wohnungsbereich im SO vom Versammlungsraum mit seinen Nebenfunktionen im SW. Hier erhält der Schulungsraum aufgrund seiner zwei Sichtrichtungen und Außenbereichen eine hohe funktionelle Qualität. Als weiteren Vorteil ermöglicht der Höhenversatz in Form einer Oberlichtbandes natürliche Belichtung und Belüftung in der Tiefe der Fahrzeughalle.

Erreichbar ist der Außenbereich aus der zweigeschossigen Eingangshalle. Eine großzügige Fensteröffnung auf Terrassenniveau lässt gleichmäßiges, aus Norden einfallendes Licht in die für Ausstellungen genützte Halle. Eine freitragende, zweiläufige Treppe setzt hier einen skulpturalen Akzent.

Konstruktion und Fassade:

Das Gebäude ist als Massivbau konzipiert. Die Fassade besteht aus einer hinterlüfteten Lärchenholzfassade, die entsprechend der Fassadengliederung horizontal, bzw. vertikal ausgeführt wird. Ein natürliches und gleichmäßiges Vergrauen der Fassade wird angestrebt.

Eine Vordachsituation entsteht im Bereich der Fahrzeugeinfahrt und des Haupteinganges im SW. Das Zurücksetzen der Portale hinter die Hauptfassadenebene lässt wettergeschützte Bereiche entstehen. Die Loggia -Innenflächen werden hier mit großformatigen, anthrazitfarbenen Fassadenplatten belegt um so die hellere Außenhülle abzuheben und die Tiefenwirkung der Öffnungen zu erhöhen.

Haustechnik:

Als Form der Energiegewinnung wird eine Photovoltaikanlage vorgesehen.

Hierfür werden 20-30° geneigte Paneele mit einer Gesamtfläche von 50-60 m² auf der Pultdachfläche, hinter der Attika verborgen, positioniert.

Photovoltaik ermöglicht den direkten Verbrauch selbsterzeugter Energie, wie z.B. zur Ladung von Batterien zur Aufrechterhaltung des Funkbetriebes im Nachrichtenraum, oder zum Betrieb eines Warmwasserspeicher in der Wohnung des Hauswarte.

Gleichzeitig ist es Ziel die Energie als thermische Energie mittels Pufferspeichers zu speichern. Sollte das Potenzial der Anlage nicht zur Gänze durch Eigenbedarf genutzt werden können, bietet sich die Einspeisung in das öffentliche Stromnetz an.

Zum Betrieb der Photovoltaikanlage ist eine Wärmepumpe mit 7-8 KW in Form einer Wasser/Wasser-Anlage, oder Anlage mit Tiefensonde vorgesehen.

Es ist eine mechanische Lüftungsanlage für Versammlungs- und Schulungs- und Sanitärräume, sowie aller innenliegender Räume vorgesehen. Die Anlage mit einer Betriebsleistung von ca. 5.000m³ pro Stunde erhält eine über den CO²-Wert gemessene, betriebsabhängige Steuerung.

Außenanlage:

Zufahrten bestehen von der B167 und von der östlichen Seite vom Griespark.

Verkehrsflächen werden asphaltiert, die geforderten Alarmparkplätze mit Rasengittersteine ausgeführt. Für den reibungslosen, unfallfreien Ablauf wird das allseitige umfahren des Gebäudes ermöglicht.

Die Pflanzung von Bäumen wird unter anderem durch befahrbare Baumgitterscheiben und Anfahrschutz für Baumstämme gewährleistet.

Zur Erweiterung unversiegelter Flächen wird auf dem der Fahrzeughalle ein extensiv begrünter Dachaufbau errichtet.


2014