Haro Architects | Police Headquarters

Police Headquarters

Wettbewerb. Ankauf

Städtebauliche Idee:

Ergänzung der bestehenden punktförmigen Bauteile um einen vierten Baukörper. Das Projekt generiert sich als logische Fortführung des Vorhandenen.

 

Städtebauliche Funktion:

Das Gebäude erfüllt für die Gesamtanlage eine doppelte Funktion: Das Polizeikommando präsentiert sich mit neuem Tor und Fassade zur Stadt. Gleichzeitig wird der Platz im Inneren der Anlage auch zur Straßganger Straße hin gefasst und aufgewertet.

 

Gebäudeform:

Das Gebäude bestehend aus einem Einzelbaukörper einem Basisgeschoß respektiert und nutzt die bestehenden Bauformen. Der kubische Solitär, abstrakt, monolithisch in seiner Erscheinung schwebt scheinbar leicht abgehoben über einem massiven Sockelgeschoß.

 

Fassade:

Eine umlaufende Lamellenstruktur regelt die Beschattung der Fassade und erzeugt die Tiefenwirkung, und Leichtigkeit des Baukörpers. Die eigentliche Gebäudehülle dahinter, bestehend aus transparenten, transluzenten und opaken Glasfensterelementen und -paneelen erzeugt ein spannendes, subtiles Wechselspiel. Unterschiedliche Elemente werden in den Farben der Polizei, Rot und Blau und Silbergrau ausgeführt. Diese horizontale, dynamische Fassade gibt dem klaren und potenten Gebäudekörper seine Richtung und erzeugt seine spannende Leichtigkeit.

 

Raumprogramm und Funktionalität:

Verschiedene Nutzer/Abteilungen und einem komplexes Raumprogramm fordern eine klare Funktionsaufteilung. Übersichtlichkeit, kurze Wege zwischen den Abteilung und das Vermeiden von Hierarchien schafft nicht nur hohe Funktionalität, sondern bietet auch Flexibilität bei Änderungen des Raumprogrammes in der Zukunft.

 

Erschließung und öffentliche Bereiche:

Das Neugebäude orientiert und artikuliert sich direkt zum zentralen Platz. Überdacht, vom Wetter geschützt betritt man durch die Glasfront das Foyergebäude. Dort befinden sich unmittelbar neben der kriminalpolizeilichen Beratung auch die vertikale Erschließungskerne. In den oberen Geschossen organisieren sich die Büros und Abteilungen um einen überdachten Hof. Die Variierung der Galerietiefen schafft spannende Weg- und Platzsituation. Kommunikation und Identifikation wird gefördert. Eine auskragende Treppe verbindet als skulpturales Element mit seinem massiven Geländer wie ein Band alle Galerien.

Ein zweites, geschlossenes Treppenhaus, bildet den vertikalen Kontrapunkt dazu. Es gilt als eigener Brandabschnitt und ist von allen Bereichen des Hauses im Abstand <40m zu erreichen.

Energetische Aspekte und Gebäudetechnik:

Folgende Faktoren machen dieses Projekt besonders energieeffizient und nachhaltig: Optimales Verhältnis des Volumens zur Gebäudeoberfläche,  Reduktion der Fassadenglasflächen, Konstruktives Beschattungssystem, Belichtung und Tageslichtlenkung im Innenhof.

Die Gruppierung der Büroräume um den zentralen Innenhof ermöglicht eine einfache und individuelle Steuerung der Lüftung. Die natürliche Kühlung erfolgt durch Zuluftleitungen im Erdreich und Auslässe in den Büros und Ableitung der erwärmten Luft über das Dach im Innenhof.


2009